Logistik Start-up erhält eine Millionen Förderung vom Bund

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz will das Hamburger Start-up Carrypicker die Auslastung von Lkw verbessern. Vom Bundesverkehrsministerium gibt es nun eine Förderung.

Der Gründer Andreas Karanas, ehemaliger CEO Startups Cargonexx, möchte mit Carrypicker die Anzahl der LKW Leerfahrten reduzieren. Die große Menge an Lieferungen macht es den europäischen Spediteuren fast unmöglich ihre Frachten ökonomisch und ökologisch zu organisieren. Daher kommt es immer wieder zu einer hohen Anzahl von Leerfahrten, 37% wie das Kraftfahrt-Bundesamt für 2017 ermittelte. Carrypicker möchte mit seiner KI gestützten Plattform dafür sorgen, dass die freien Kapazitäten besser verteilt werden. Über den “Mobilitätsfonds mFund” erhält das Start-up nun 2,4 Millionen Euro Förderung vom Bundesverkehrsministerium.

Laut Unternehmensangaben errechnet die KI in Sekundenschnelle, wie Lieferungen effizient auf freie Lieferkapazitäten aufgeteilt werden können. Dazu greift Carrypicker auf 300 Mio. Frachtdaten zurück. Diese Daten stammen von rund 2000 Frachtunternehmen, die das Carrypicker System nutzen. Kommt eine Anfrage beispielsweise für eine Lieferung von Berlin nach München, prüft das System, wie diese Ladung effizient auf die freien Kapazitäten aufgeteilt werden kann. Bei der Berechnung soll das System über 50 Faktoren berücksichtigen. Zu den wichtigsten gehören unter anderem die schnellsten Wege, die Verkehrsdichte und Wetterdaten.

Der Breitbandausbau in den Kommunen kommt nicht voran

In den Kommunen geht der geplanter Breitbandausbau nicht wie geplant voran. Häufig verzichten Kommunen auf Fördergelder.

Seit 2015 fördert die Bundesregierung den Breitbandausbau mit Mitteln in Höhe von 4,5 Milliarden Euro. Doch häufig werden die Projekte abgebrochen und zugesagte Fördergelder zurückgegeben, wie der SPIEGEL berichtet. Wie durch eine Kleine Anfrage bekanntwurde, sind bisher 150 Millionen Euro ausgezahlt worden. Im Vorjahr waren lediglich 27 Millionen Euro geflossen. Das noch so wenig ausgezahlt wurde, liegt daran, dass die Mittel erst bereitgestellt werden, wenn der Bauabschnitt fertiggestellt ist. Allerdings vergehen in der Regel zwischen Antragstellung und Baubeginn zwei Jahre. Tatsächlich sind von den 150 Millionen nur 50 Millionen in Baumaßnahmen geflossen, den Rest erhielten Berater der Kommunen. Laut Bundesverband Breitbandkommunikation sein aber auch der hohe Verwaltungsaufwand bei der Beantragung von Fördergeldern und die explodierenden Baukosten an der Misere schuld.

Örtlich sind aber auch Telekommunikationsanbieter in der Verantwortung. Durch Tricksereien wie Vectoring bringen sie in die Leistung der Kupferkabel über 30 MBit/s. Wird diese Geschwindigkeit lokal erreicht, besteht kein Anspruch auf Förderung. So bleibt man aber weit hinter der angestrebten Leistung von 1 Gbit/s zurück. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland Glasfaserausbau deutlich hinter Ländern wie Spanien und Polen.

Siemens Mindsphere erhält Senseye als native Anwendung

Die Predictive Maintenance Software Senseye ist ab sofort in Siemens Mindsphere implementiert. MindSphere ist das cloudbasierte, offene IoT-Betriebssystem von Siemens, das Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen verbindet.

 Senseye ist eine preisgekrönte Software, die maschinelles Lernen zur Automatisierung von Zustandsüberwachung und Prognose von Maschinen und Anlagen einsetzt. Bereits seit Juni 2018 stand die Software dem Siemens Betriebssystem zur Verfügung, damals noch als ergänzender Dienst. Eine neue Version von Senseye wurde speziell für die Mindsphere Umgebung entwickelt und ist nun im Betriebssystem selbst gehostet. So wird die Software für Mindsphere Anwender noch einfacher einsetzbar. Durch den nun möglichen Zugriff auf historisches Datenmaterial ist die Software jetzt in der Lage, noch präzisere Analysen zu erstellen.

 Simon Kampa, CEO von Senseye, betont, dass sich durch den Einsatz von Senseye die Effizienz von Wartungsmaßnahmen deutlich verbessern lässt. Dazu würden Daten analysiert und ausgewertet, die in modernen Industrieanlagen regelmäßig, standardisiert erfasst würden. Durch die Integration in die Mindsphere Umgebung stünden unmittelbar Informationen zu dem aktuellen und zukünftigen Zustand der Anlage zur Verfügung. Bereits innerhalb von drei Monaten soll sich die Investition in Senseye bezahlt gemacht haben. Da die Software in das bestehende System integriert ist, fallen keine zusätzlichen Investitionen in Sensoren oder Applikationen an.