Fernzugriff – was empfiehlt allegro:it für seine Produkte?

VPN

In letzter Zeit erreichen uns vermehrt Anfragen von Interessenten, die alle das gleiche Problem haben. Teile der Firma oder Organisation sind auf mehrere Standorte verteilt. Ein kleines Beratungsunternehmen gar, war bis auf 3 Mitarbeiter komplett auf mehrere Standorte mit jeweils nur einem Mitarbeiter verstreut. Da stellt sich natürlich die Frage, wie können alle unsere Software einsetzen und dabei einen gemeinsamen Datenbestand nutzen und pflegen?

Der Ausgangspunkt

Unsere Software läuft nicht als Service im Internet. Dafür gibt es gute Gründe. Ein gemeinsamer Zugriff auf einen zentralen Datenbestand ist aber für unsere Mehrplatzversionen kein Problem. Sie müssen nur Zugriff zu den zentralen Dateien haben. Befinden sich alle Mitarbeiter an einem Standort, geht das einfach per LAN oder WLAN. Was aber, wenn das wegen örtlicher Trennung nicht möglich ist?

Auch dafür gibt es eine simple Lösung. Man schafft einen Speicherort, auf den man auch aus der Entfernung zugreifen kann, über das Internet. Da drängen sich zwei technische Lösungen geradezu auf, da sie relativ einfach umzusetzen sind. Lösung eins ist das virtuelle private Netzwerk, kurz VPN. Die zweite Lösung ist ein Terminalserver in Verbindung mit dem Zugriff per Remote Desktop. Wir präferieren die zweite Variante Terminalserver.

Das hat primär einen technischen Grund. Unsere Programme nutzen zur Speicherung der Daten ein RDMS, ein relationales Datenbankmanagementsystem. Das sorgt u.a. dafür, dass es möglich ist, mehrere Anwender gleichzeitig mit einem Datenbestand arbeiten zu lassen. Das ist gar nicht so trivial, wie man denken könnte. Es muss z. B. dafür gesorgt werden, dass niemand einen Datensatz löscht, während er gerade bearbeitet wird. Auch muss gesichert sein, dass nicht zwei Anwender gleichzeitig denselben Datensatz bearbeiten. Denn welche Version der Daten sollte man dann speichern?

Warum Terminalserver?

Ohne uns jetzt in technischen Details zu verlieren, nur so viel. Damit diese „Verwaltungsmaßnahmen“ durchgeführt werden können, braucht es das richtige Dateisystem und Betriebssystem. Mögliche Dateisysteme wären FAT32 oder NTFS. Als Betriebssystem kommt nur Windows zum Einsatz. Fehlen die genannten technischen Voraussetzungen, kann das zu einem chaotischen Datenbestand bis hin zur Beschädigung der Datenbankdateien führen.

Terminalserver und Remote Zugriff
Ein Terminalserver ist im Grunde ein Windows Server. Er ist jedoch so konfiguriert, dass mehrere Anwender gleichzeitig über das Remote Desktop Protokoll (RDP) zugreifen können. Jeder Anwender sieht dann seinen eigenen Desktop, auf dem er arbeiten kann, wie er es vom Desktop PC oder Laptop gewohnt ist. Diese Konstellation erlaubt den Zugriff aus der Ferne über das Internet.

Es werden dazu ein Windows Server Betriebssystem und entsprechende Zugriffslizenzen benötigt. Eine solche Ausstattung kann man über Anbieter und Dienstleister beziehen. Einige Anbieter bieten für den Remote Zugriff auch andere Software, als die von Microsoft an. Viele dieser Lösungen erlauben es auch, von mobilen Geräten den virtuellen Desktop zu nutzen. So wird der Zugriff auch mit mobilen Android und Apple Geräten möglich.

Wenn Sie eine solche Infrastruktur nicht selbst aufbauen können oder wollen, wenden Sie sich an einen versierten Dienstleister wie z. B. ein Systemhaus. Neben Systemhäusern können Sie aber auch auf Online-Dienstleister setzen. Diese bieten Serverdienstleistungen als Komplettpaket an. Dabei gibt es die Optionen, nur Hardware oder ganze Komplettpakete anzumieten, die vom Anbieter auch softwareseitig gepflegt werden (Updates, Back-ups). Vorteil dieser Online-Server, Sie brauchen keine Hardware anschaffen und sich nicht um den laufenden Betrieb kümmern.

Achtung: Wir sprechen hier nicht von einfachen Dateispeichern wie OneDrive, Hidrive, Dropbox und ähnlichen Diensten.

Wir möchten keine Empfehlung für einen Anbieter aussprechen. Wenn Sie einen Dienstleister suchen, googeln Sie nach Begriffen wie managed server, managed it, online server.
Um unsere Software zu betreiben, muss es aber zwingend eine Infrastruktur sein, die Windows als Betriebssystem nutzt.

Für Einzelanwender: So geht es auch

Eine Möglichkeit, unsere Software aus der Entfernung zu nutzen, soll noch erwähnt werden – eine Fernwartungssoftware oder reine Remote Desktop Lösung. Sie ist allerdings nur für einzelne Anwender nutzbar.
Sie installieren unsere Software auf dem Heimrechner. Richten Sie auf diesem Computer eine Zugriffssoftware ein. Das kann eine Fernwartungssoftware sein oder der Zugriff per Remote Desktop. Mit dem entfernten Rechner, Desktop oder Laptop, können Sie so die Steuerung des Heimrechners übernehmen. Dort starten Sie unser Programm und können dann damit arbeiten, als säßen Sie vor dem Gerät selbst. Einen Nachteil hat die Sache jedoch, solange Sie den Rechner fernsteuern, kann niemand vor Ort mit diesem Gerät arbeiten. Dieser Nachteil kann durch den Einsatz eines Terminalservers (siehe oben) umgangen werden.

Wenn Sie diese Variante des Zugriffs interessiert, googeln Sie u.a. nach parallels access.